Freitag, 7. Dezember 2007

Frage dich, wo du hin willst, sonst landest du an dem Ort, wo du nicht hin wolltest

Heute möchte ich selber mal drüber, ganz offen, nachdenken wo ich nicht hin will.
Ich will nicht...
1. in einen Zustand des Nicht-Lebens
2. in den Zustand des (nur) Überlebens
3. in einer passiven Lebensweise
4. in die Angriffs- und Rückzugshaltung
5. in die Gebetslosigkeit
6. in die Danklosigkeit
7. in die Ruhe- und Freudlosigkeit



Montag, 26. November 2007

Alles Baustelle, oder was?

Neulich hörte ich einen Satz, der mich echt ansprach: Gott baut überall, seine Baustellen sind in der ganzen Welt und wir sind seine Bauarbeiter (auch ich). Tja, da ist nichts mit "Achtung Baustelle! -Betreten-unerwünscht-Typ". Gott liebt es zu bauen, schon seit Beginn der Erde... nachzulesen im 1. Mose!
Und ich bin mittendrin, wenn auch nicht immer voll dabei.
Eigentlich ist es mir nichts Neues, dass Gott an seinem Reich
baut, aber weil ich ja gerade in so einer Phase stecke, in der ich am liebsten alles verbergen möchte, weil ich mich so unvollständig fühle und alles echt anstrengend finde, hat dieser Satz meinen Blick doch wieder auf wichtigere Dinge gelenkt, als auf mich selbst - alles muss doch klein beginnen!
Es ist egal, wo ich mich befinde - Gott ist da und er sieht mich und ihm ist meine Situation bekannt, er kennt meine Gedanken, Sehnsüchte, Wünsche und weiß wie ich mich fühle. Das ist schon mal etwas gewaltiges, wenn das ins Herz reinrutscht. Manchmal muss so etwas auch öfter oder jeden Tag wieder neu ins Herz sacken und in den Gedanken Raum gewinnen.
Also jetzt mal für jeden, der mich verstanden hat, mit dem was ich geschrieben habe und der vielleicht auch in einer ähnlichen Situation steckt:
Gott baut sein Reich und sein Reich ist schon in dir, sofern du ihn als deinen Lebensbaumeister eingestellt hast! Er hört nicht auf, denn er bringt alles zu Ende! Durch die Worte Jesu, die er sprach als er am Kreuz hing, "Es ist vollbracht!", ist dies besiegelt.

Freitag, 23. November 2007

Achtung Baustelle! - Betreten-unerwünscht-Typ

Ja, ich bin ein "Baustelle-Nicht-Betreten-Typ"!!!
Was ich darunter verstehe? Ganz einfach. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, in der das Haus meiner Eltern einer Baustelle glich. Es war für mich sehr interessant zu beobachten, wie verschieden die Leute doch auf Baustellen sich verhalten bzw. sich für Baustellen interessieren.
Ich würde einem Gast nicht unbedingt die Baustelle zeigen wollen, denn es ist dreckig und uneben, nichts ist fertig - alles im Rohzustand.
Da stelle ich meine Leute doch lieber vor vollendeten Tatsachen.
Allerdings klappt das im Leben nicht so, wie ich mir das denke... weil in meinem Leben nichts aber auch gar nichts vollendet ist. Da stehe ich vor der Wahl: entweder ich befinde mich allein, auf meiner Lebensbaustelle oder ich habe immer mal wieder (oder auch ständig) Leute dabei, die an den aktuellen Ecken auf der Baustelle mitwirken oder sich wirklich umschauen dürfen, was da schon entstanden ist - so unfertig es auch sein mag.

Tagebucheintragung über meine Hausarbeit...

Vonwegen der nächste Eintrag folgt bald...
Seit Anfang November schreibe ich an meiner Hausarbeit, im Rahmen der Seelsorgeausbildung. Mein Wahlthema ist Kommunikation und Heilung. Finde ich ganz spannend und sehr ergiebig, wie ich feststelle. Mein Ziel ist es in ca. 2 Wochen fertig zu sein. Ich habe den Eindruck, dass ich phasenweise gut vorankomme und dann wieder 3 Tage nichts zustande bekomme, auf Grund von meiner Tagesform und akuten "Fluchtgedanken"... Ja, ich stellte in der letzten Zeit erneut fest, dass ich eine Frau mit Fluchttendenzen bin. Wovor ich fliehen möchte? Wahrscheinlich vor meinem Frust und Ärger. Der sich in den letzten Monaten angesammelt hat, den ich mit Erfolg unterdrücken konnte und jetzt kommt es mir so richtig hoch, weil ich keine Kraft mehr habe zum Unterdrücken. Puh, jetzt ist es raus und ihr wisst, wie ich so drauf bin.
Wenn ihr wollt, könnt ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen oder ihr lest einfach unerkannt in meinem Blog weiter oder die dritte Möglichkeit wäre noch, nicht mehr diese Seite betreten.
Bis denne, die Christine B.

Freitag, 5. Oktober 2007

Das Leben geht auch hier weiter...

Ich bin hier in HN und es geht auch weiter, wie genau das weiß ich nicht - aber was ich ganz genau weiß - ist, dass Gott es gut mit mir meint und ER hat den Überblick!
Es stehen einige Entscheidungen an, die ziemlich wichtig sind. Aber erstmal werde ich am WE vom 12.-14.10. in Siegen verbringen. Ich brauche eine Auszeit.
Der nächste Eintrag wird bald folgen.

Mittwoch, 1. August 2007

heutiges Thema aus Syrien... Straßenverkehr

Es ist eine erkennbare Regelung "Rechts vor Links" vorhanden, die sieht allerdings etwas anders aus, als wir sie hier kennen. Kommt ein Auto von rechts an eine gleichrangige Kreuzung ran, wird kräftig gehupt und dann wird gefahren. Richtungswechsel werden nur selten angezeigt, lieber wird gehupt; jedenfalls habe ich das so wahrgenommen.
Interessant fand ich das dortige Reißverschlußsystem. Der Fahrer hält seinen Arm aus dem Fenster und zeigt mit der Hand an, das er jetzt fährt - hey, und das funktioniert.
Überholt wird so wie es kommt, meistens fehlen Straßenmarkierungen, wie wir sie aus Deutschland kennen; das hat dann auch zur Folge, dass eigentlich jeder so fahren kann, wie er will, was das betrifft.
Selbst wenn 3 oder 4 Auto nebeneinander fahren, na und...??? Der Gegenverkehr wird schon ausweichen, diese Rechnung ging auch immer auf, dies geschah meistens auf Landstraßen, nicht in der Stadt.
Einen Sicherheitsabstand zu Fahrradfahrern, die sich auf der Fahrbahn befinden, gibt es überhaupt nicht.
Anschnallpflicht gibt es auch nicht, vielleicht freiwillig, denn manchmal haben sich die Fahrer angeschnallt und manchmal halt nicht - eher öfter nicht als doch.
Fußgängerampeln sind auch in Syrien vorhanden, wobei die nur selten Beachtung finden. Wenn jemand das Bedürfnis hat eine Straße zu überqueren, wo er sich auch gerade befindet, wird einfach gegangen; zwischen den fahrenden Autos mitten hindurch.
Bushaltestellen gibt es dort nicht wirklich... willst du mit einem Bus, dort genannt "Service" - das ist dann ein Kleinbus, die Größe ist ähnlich wie ein VW-Bus - okay, ein wenig größer... es haben ca. 13 Leute Platz, wenn jeder Platz besetzt wird (inkl. Fahrer).
Komfortable Reisebusse habe ich auch gesehen und bin sogar mit einem mitgefahren, in den nördlicheren Teil von Syrien. Ab in die Berge.







Dienstag, 31. Juli 2007

weitere Eindrücke aus Syrien

Die Araber lieben Gäste und unternehmen echt alles, was möglich ist, um den Gast glücklich zu machen.
Ja, der Gast nimmt eine Sonderstellung ein. Der Gast wird beschützt wie das eigene Kind, zumindest war es bei mir so, in meiner neuen syrischen Familie...
Damaskus ist größer als ich dachte... hat ca. 4.5 Mio Einwohner.
Ich habe natürlich nicht alles gesehen, doch bekam ich schon einiges zu sehen. Die Stadt gefällt mir irgendwie, obwohl es im Sommer so heiß und auch dementsprechend staubig ist. Es gibt viele kleine enge Gassen, was das ganze auch noch kuschlig macht, vorallem abends, wenn die Menschenmassen sich in der Stadt tümmeln. Einmal war ich um die Mittagszeit in der Stadt, ich muss sagen, das konnte ich so richtig genießen, da hat es sich auch gelohnt Fotos zu machen...


Sonntag, 29. Juli 2007

mein Kulturschock in Deutschland...

Es ist verrückt, doch ich habe hier mehr Schwierigkeiten mit der Umstellung von Syrien nach Deutschland als von Deutschland nach Syrien... ganz seltsam.
Dort habe ich echt alles gegessen und getrunken egal wo ich war, habe ohne irgendwas zu hinterfragen, das gegessen, was mir vorgesetzt wurde. Schon kurz nach meiner Ankunft sind wir in ein Restaurant rein, in diesem Restaurant habe ich meinen ersten Saft zu mir genommen. Okay, bevor ich angefangen habe zu trinken waren zwei verschiedene Gedanken in meinem Kopf... der erste Gedanke war dieser, ich erinnerte mich an Warnungen, von verschiedenen Leuten, diverse Säfte in genau solchen Restaurants zu mir zu nehmen. Der Gegengedanke war - ich nenne es einen Eindruck - "Ich bin nicht hier damit ich krank werde!!!" Von da an habe ich mir überhaupt keinen Kopf mehr gemacht, das ich etwas nicht vertrage. Ich ging sogar soweit, dass ich arabisches Eis gegessen habe... War lecker...
Jetzt verliere ich noch einige Worte zum Kulturschock hier in Deutschland, den ich gerade durchmache.
Schon angefangen beim Essen, mir fehlt das arabische Essen. Das hätte ich echt nicht für möglich gehalten; okay ich habe in Syrien innerhalb meines Aufenthaltes das deutsche Essen nicht einmal vermisst. Aber das mir hier das arabische Essen fehlt, ist doch schon suspekt.
Dann das Miteinander bzw. ist es eher das Nicht-Miteinander, was mir wieder verstärkt auffällt... Das Verhalten der Busfahrenden ist echt so unterschiedlich. In Syrien wird fleißig gestapelt und hier stellt so fast jeder seine Tasche auf seinem Nebensitz, damit bloß keiner auf die Idee kommt das der Platz noch frei sein könnte... nach dem Motto: "Komm mir bloß nicht zu nahe!"
Das soll jetzt erstmal genügen... bis zum nächsten Eintrag!





Mittwoch, 25. Juli 2007

wieder im Ländle....

Ich bin wieder zurück mit ganz vielen richtig genialen, tiefen, tollen, eindrucksstarken, unglaublichen, super großen... Erfahrungen aus Syrien; über Land, Leute und das Leben dort.
Mehr schreibe ich jetzt nicht... nur noch kurz eine Info an alle, die auf eine Karte aus Damaskus von mir warten - "Da könnt ihr lange warten!" ;-) es ging keine einzige Karte raus. Ich hatte keine Gelegenheit dazu, hört sich vielleicht einwenig seltsam an. Ich habe dort unter und mit den Leuten zusammen gelebt, so wie die Araber halt zusammenleben. Wir waren sehr oft bei Nachbarn oder Verwandtschaft im Ort und wenn nicht dann kamen die zu uns zum arabischen Kaffeetrinken und Reden. Ja, es verging kein einziger Tag an dem entweder wir mindestens eine andere Familie besuchten oder wir besucht wurden...

Freitag, 13. Juli 2007

Christine in Syrien

Hier geht alles etwas langsamer voran, jetzt endlich bin ich drin und kann euch schreiben, wie es in Sehnaya, bei Damaskus, mir ergeht.
Erstmal ist es recht heiss, wobei ich es erstaunlicherweise sehr gut vertrage. Die Leute haben mich super nett empfangen und aufgenommen.
Ich habe schon einige Dinge in Damaskus gesehen... immer ein bisschen.
Ich durfte schon auf einer syrischen Hochzeit sein, an 2 Tagen von insgesamt dreien. Das ist ganz anders und ich kann das jetzt hier gar nicht so recht in Worte fassen, noch nicht, wobei ich auch etwas unter, ich nenne es mal, Zeitdruck stehe.
Ich bin nun schon wirklich eine Woche in diesem Land, ich lerne natürlich hier weit mehr und besser Arabisch, als dass ich es in D-Land lernen würde.
Meine persönlichen Damaskus-Erlebnisse liessen nicht auf sich warten, schon während der Reise passierten einfach unbeschreibliche Dinge mit mir... ich wurde von einem Anflug von Freude, die von innen bzw. von oben kommt, erfüllt. Ich erkenne immer wieder, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, diese Reise zu machen, allen Sprüchen von irgendwelchen Leuten zum Trotz. Ich weiss ja, wer mich fuhrt!!!
Beim Friseur war ich auch schon, gefällt mir sogar... ;-)
Heute hatte ich mal einen Tag, bei einer anderen Familie...
Ich traf sogar Leute, die Deutsch sprechen bzw. lernen. Bald kennen mich hier in diesem Vorort von Damaskus alle, habe ich jedenfalls den Eindruck. Ich bin voller Erwartung, was ich weiter erleben werden und was sich noch so ereignet.
Also, wie ihr lesen könnt, geht es mir hier sehr, sehr gut und es gibt keinen Grund sich Sorgen um mich zu machen!
Ganz liebe Gruesse, eure Christine



Freitag, 29. Juni 2007

Grüße aus dem Ostblock...

Jetzt bin ich in SDL, das liegt zwischen H und B und nördlich von MD.
Ich genieße die Luft und die Sprache, die hier gesprochen wird, ich verstehe noch alles ;-)
Was ich damit sagen will, ist folgendes: In HN gibt es immer wieder mal Situationen, in denen ich nix verstehe. Es spielt sich in ähnlicher Art und Weise ab: es ist dunkel draußen oder/ und ich bin müde. Ich befinden mich in einem Gespräch in einer Gruppe. Ich bin gedanklich noch bei dem zuletzt Gesagtem und plötzlich ohne jegliche Vorwarnung spricht mich jemand in einem breiten Schwäbisch (oder HNer Dialekt) an. Wobei es in HN auch noch unt
erschiedliche Dialekte gibt, habe ich mir sagen lassen und konnte ich auch schon mehr oder weniger
feststellen.
Ausserdem werde ich demnächst in einem anderen Land sein und dort werde ich erstmal noch weniger verstehen, auch wenn ich ganz und gar konzentriet und ausgeschlafen bin. Ich werde Bericht erstatten.

Mittwoch, 27. Juni 2007

...noch in Deutschland

Jetzt bin ich noch genauer gesagt in HN. Meine Sachen sind so gut wie gepackt und die To-Do-Liste ist trotzdem noch so lang...
In etwas mehr als eine Woche werde ich mich in Syrien befinden.
Ich hoffe, dass ich euch von dort aus auf dem Laufenden halten kann, was sich alles ereignet.

Wie sich alles ergab, dass ich in Syrien Urlaub mache, um Land, Leute kennen zu lernen und die Sprachkenntnisse zu erweitern, kann ich nicht hier verraten.