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Die Araber lieben Gäste und unternehmen echt alles, was möglich ist, um den Gast glücklich zu machen.
Ja, der Gast nimmt eine Sonderstellung ein. Der Gast wird beschützt wie das eigene Kind, zumindest war es bei mir so, in meiner neuen syrischen Familie...
Damaskus ist größer als ich dachte... hat ca. 4.5 Mio Einwohner.
Ich habe natürlich nicht alles gesehen, doch bekam ich schon einiges zu sehen. Die Stadt gefällt mir irgendwie, obwohl es im Sommer so heiß und auch dementsprechend staubig ist. Es gibt viele kleine enge Gassen, was das ganze auch noch kuschlig macht, vorallem abends, wenn die Menschenmassen sich in der Stadt tümmeln. Einmal war ich um die Mittagszeit in der Stadt, ich muss sagen, das konnte ich so richtig genießen, da hat es sich auch gelohnt Fotos zu machen...


Es ist verrückt, doch ich habe hier mehr Schwierigkeiten mit der Umstellung von Syrien nach Deutschland als von Deutschland nach Syrien... ganz seltsam.
Dort habe ich echt alles gegessen und getrunken egal wo ich war, habe ohne irgendwas zu hinterfragen, das gegessen, was mir vorgesetzt wurde. Schon kurz nach meiner Ankunft sind wir in ein Restaurant rein, in diesem Restaurant habe ich meinen ersten Saft zu mir genommen. Okay, bevor ich angefangen habe zu trinken waren zwei verschiedene Gedanken in meinem Kopf... der erste Gedanke war dieser, ich erinnerte mich an Warnungen, von verschiedenen Leuten, diverse Säfte in genau solchen Restaurants zu mir zu nehmen. Der Gegengedanke war - ich nenne es einen Eindruck - "Ich bin nicht hier damit ich krank werde!!!" Von da an habe ich mir überhaupt keinen Kopf mehr gemacht, das ich etwas nicht vertrage. Ich ging sogar soweit, dass ich arabisches Eis gegessen habe... War lecker...
Jetzt verliere ich noch einige Worte zum Kulturschock hier in Deutschland, den ich gerade durchmache.
Schon angefangen beim Essen, mir fehlt das arabische Essen. Das hätte ich echt nicht für möglich gehalten; okay ich habe in Syrien innerhalb meines Aufenthaltes das deutsche Essen nicht einmal vermisst. Aber das mir hier das arabische Essen fehlt, ist doch schon suspekt.
Dann das Miteinander bzw. ist es eher das Nicht-Miteinander, was mir wieder verstärkt auffällt... Das Verhalten der Busfahrenden ist echt so unterschiedlich. In Syrien wird fleißig gestapelt und hier stellt so fast jeder seine Tasche auf seinem Nebensitz, damit bloß keiner auf die Idee kommt das der Platz noch frei sein könnte... nach dem Motto: "Komm mir bloß nicht zu nahe!"
Das soll jetzt erstmal genügen... bis zum nächsten Eintrag!
Ich bin wieder zurück mit ganz vielen richtig genialen, tiefen, tollen, eindrucksstarken, unglaublichen, super großen... Erfahrungen aus Syrien; über Land, Leute und das Leben dort.
Mehr schreibe ich jetzt nicht... nur noch kurz eine Info an alle, die auf eine Karte aus Damaskus von mir warten - "Da könnt ihr lange warten!" ;-) es ging keine einzige Karte raus. Ich hatte keine Gelegenheit dazu, hört sich vielleicht einwenig seltsam an. Ich habe dort unter und mit den Leuten zusammen gelebt, so wie die Araber halt zusammenleben. Wir waren sehr oft bei Nachbarn oder Verwandtschaft im Ort und wenn nicht dann kamen die zu uns zum arabischen Kaffeetrinken und Reden. Ja, es verging kein einziger Tag an dem entweder wir mindestens eine andere Familie besuchten oder wir besucht wurden...
Hier geht alles etwas langsamer voran, jetzt endlich bin ich drin und kann euch schreiben, wie es in Sehnaya, bei Damaskus, mir ergeht.Erstmal ist es recht heiss, wobei ich es erstaunlicherweise sehr gut vertrage. Die Leute haben mich super nett empfangen und aufgenommen. Ich habe schon einige Dinge in Damaskus gesehen... immer ein bisschen.Ich durfte schon auf einer syrischen Hochzeit sein, an 2 Tagen von insgesamt dreien. Das ist ganz anders und ich kann das jetzt hier gar nicht so recht in Worte fassen, noch nicht, wobei ich auch etwas unter, ich nenne es mal, Zeitdruck stehe.Ich bin nun schon wirklich eine Woche in diesem Land, ich lerne natürlich hier weit mehr und besser Arabisch, als dass ich es in D-Land lernen würde. Meine persönlichen Damaskus-Erlebnisse liessen nicht auf sich warten, schon während der Reise passierten einfach unbeschreibliche Dinge mit mir... ich wurde von einem Anflug von Freude, die von innen bzw. von oben kommt, erfüllt. Ich erkenne immer wieder, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, diese Reise zu machen, allen Sprüchen von irgendwelchen Leuten zum Trotz. Ich weiss ja, wer mich fuhrt!!!Beim Friseur war ich auch schon, gefällt mir sogar... ;-)Heute hatte ich mal einen Tag, bei einer anderen Familie... Ich traf sogar Leute, die Deutsch sprechen bzw. lernen. Bald kennen mich hier in diesem Vorort von Damaskus alle, habe ich jedenfalls den Eindruck. Ich bin voller Erwartung, was ich weiter erleben werden und was sich noch so ereignet.Also, wie ihr lesen könnt, geht es mir hier sehr, sehr gut und es gibt keinen Grund sich Sorgen um mich zu machen!Ganz liebe Gruesse, eure Christine